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10.05.2007
Neu Wulmstorf: Polizeichef aus Stade

Hauptkommissar Uwe Hesebeck wird im Sommer seinen Dienst antreten. Im Moment werden die Beamten durch viele Autoaufbrüche beschäftigt. Der neue Polizeichef in Neu Wulmstorf kommt aus Stade: Polizeihauptkommissar Uwe Hesebeck (45), zurzeit Ermittler beim Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Stade, soll im Sommer die Nachfolge des erkrankten Ulrich Eggers antreten. Das gab Neu Wulmstorfs Interims-Polizeichef Hans-Jürgen Scholz am Dienstagabend exklusiv im Neu Wulmstorfer Ausschuss für Öffentliche Ordnung bekannt. Hesebeck war von 1983 bis September 2005 in Buxtehude tätig.
Mehr als eine Stunde lang informierte Scholz anschließend über das Verbrechensgeschehen und die Arbeit der Polizei in Neu Wulmstorf [...]
Quelle: Hamburger Abendblatt
03.05.2007
Hamburg, ein guter Nachbar?

Röttiger-Kaserne: Den Senatsbeschluss, ein Gewerbegebiet an der Landesgrenze bauen zu wollen, hat die Gemeinde Neu Wulmstorf aus der Zeitung erfahren, so die SPD. Wem nützt eigentlich die Metropolregion Hamburg? Das fragen sich die Umweltgemeinden immer dann, wenn es trotz euphorischer Beschwörungen von Ländergrenzen überwindenden Planungen in bunten Broschüren und allerlei Sonntagsreden in der Praxis dann doch wieder hakt, und sich die wachsende Stadt in der Nachbarschaft als ziemlich arrogant entpuppt. Das jüngste Beispiel: Hamburg plant nördlich der B 73 (gegenüber der ehemaligen Röttiger-Kaserne) ein rund 20 Hektar großes Gewerbegebiet. Es soll bis 2012 fertig sein und für Logistikbetriebe und Airbus-Zulieferer freigehalten werden. So hat es der Senat im März 2007 beschlossen. Die Nachbargemeinde Neu Wulmstorf hat das aus der Zeitung erfahren. "Unter Partnerschaft in der Metropolregion stellen wir uns etwas anderes vor", sagt Uwe Gudowius, SPD-Fraktionschef im Gemeinderat Neu Wulmstorf. Er bekommt Unterstützung von jenseits der Ländergrenze. Auch der stellvertretende Fraktionschef der Harburger SPD-Bezirksfraktion, Frank Wiesner, vermisst die Zusammenarbeit zwischen Hamburger und Neu Wulmstorfer Behörden. Gudowius und Wiesner stellen in einer gemeinsamen Presseerklärung klar, warum ein Gewerbegebiet in Hamburg durchaus auch Neu Wulmstorfer Interessen berührt: "Wer sich vor Ort auskennt, kann nicht allen Ernstes noch mehr Lkw-Verkehr auf die B 73 ziehen und durch die Dorfstraßen von Neu Wulmstorf, Rübke, Neugraben, Francop und Neuenfelde schicken." Diese Pläne zeigten deutlich, dass der Hamburger Senat die Menschen im Süderelberaum nicht ernst nehme. Die Schlüsse, die die beiden SPD-Politiker aus den Plänen des Senats ziehen, sind starker Tobak: "Mit der Logistikfläche in Sandbek offenbart der Senat sein wahres Gesicht. Er möchte gar kein hochwertiges Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne. Die Vermarktung eines Wohngebiets ist unmöglich, wenn sich gleich gegenüber Logistikbetriebe ansiedeln." Wahrscheinlich habe der Senat noch einen ganz anderen Plan für den Süderelberaum in der Schublade - nämlich ein großflächiges Gewerbegebiet mit vielen Straßen, aber ohne Rücksicht auf Natur und Verkehr. Der Vorstoß von Gudowius und Wiesner hat schon eine erste Reaktion provoziert: Der Harburger CDU-Kreisvorsitzende Ralf-Dieter Fischer nahm zur Kenntnis, dass "die SPD offenbar aus ihrem Winterschlaf erwacht ist". Denn sonst hätte sie "nicht wieder einmal alles verpennt". Die Senatspläne seien im Harburger Stadtplaungsausschuss vorgestellt worden, jede Fraktion habe Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt. Im Übrigen sei der Gewerbeanteil auf dem eigentlichen Kasernengelände auf Betreiben der Harburger Kommunalpolitik von ursprünglich 50 auf 19 Prozent reduziert worden. Von Andreas Göhring
Quelle: Hamburger Abendblatt
27.04.2007
FDP: Der Vorstand tritt komplett zurück

Neu Wulmstorf: Manfred Karthoff ist "erstaunt und überrascht" Neu Wulmstorf (han). Der interne Zwist, der seit der Kommunalwahl in der Neu Wulmstorfer FDP gärt, ist abermals offen ausgebrochen: Mit sofortiger Wirkung ist jetzt der gesamte siebenköpfige Parteivorstand um Ortsverbandschefin Erika Wrage und ihre Stellvertreterin Britta Neumann von den Ämtern zurückgetreten. [mehr Informationen, siehe Quelle]
Quelle: Tageblatt
14.04.2007
Planungsausschuss ohne Plan

Röttiger-Kaserne: Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter plädierte im Harburger Rathaus dafür, über die vorhandenen Entwürfe zu einer Entscheidung zu kommen. Habe nun, ach! drei Entwürfe durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor. So wie Goethes Faust fühlt sich zurzeit so manches Mitglied des Harburger Stadtplanungsausschusses. Drei Jahre nach dem letzten Appell in der Röttiger-Kaserne zwischen Fischbek und Landesgrenze ist immer noch nicht klar, wie die 55 Hektar "feinsten Wohnungsbaugebiets" (CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer) genutzt werden sollen - trotz des Einsatzes geballter Kompetenz. Immerhin haben sich seit 2004 nicht nur die Planungsexperten im öffentlichen Dienst nördlich und südlich der Elbe an die Arbeit gemacht, die gut dotierte Architektur-Olympiade des Hamburger Senats hat auch die Fantasie international tätiger Stadtplaner beflügelt.
Was dabei herausgekommen ist, wurde am Donnerstagabend bei der Sitzung des Harburger Stadtplanungsausschusses noch einmal deutlich: Die staatlichen Planer haben sich im Nord-Süd-Konflikt zwischen den Hamburger Fachbehörden und ihren Befehlsempfängern im Bezirksamt gegenseitig blockiert. Allein das zähe Ringen um den Anteil der Gewerbeflächen hat Zeit gekostet. Die Bezirksverwaltungsreform hat inzwischen die Machtverhältnisse und damit auch die Befehlsketten entscheidend verändert.
Aber auch eine international renommierte Architektengruppe wie "mvrdv" (Niederlande) brachte keine Lösung. Weder ihr Siegerentwurf für die Röttiger-Kaserne noch die beiden nächstplatzierten fanden das Gefallen der Kommunalpolitik. Rolf Buhs, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses, fasste es so zusammen: "Kein Entwurf ist ohne Änderungsnotwendigkeit."
Ganz überraschend war Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter nach Harburg in den Stadtplanungsausschuss gekommen - aber nicht, um den Kommunalpolitikern die Leviten zu lesen und sie mit großen Worten über die Geheimnisse der Architektur von ihrer Ahnungslosigkeit zu überzeugen. Vielmehr plädierte er dafür, in allen drei Entwürfen "das Gute" zu sehen und daraus Honig für eine Grundsatzentscheidung zu saugen.
Die Kommunalpolitiker haben nun die Wahl zwischen dem Guten aus dem Siegerentwurf (der von Spöttern schon als "Legoplatte" bezeichnet wurde), nämlich einem reinen Einfamilienhausgebiet mit viel Grün, dem Entwurf "Freistil", der eher eine konventionelle Lösung vorschlägt und dem Entwurf "spine". Er orientiert sich an den historischen Spuren im Gelände. Die SPD-Fraktion hatte sich schon vorher auf eine konventionelle Lösung festgelegt, GAL-Fraktionschef Ronald Preuß hatte aber Bedenken: "Wir sind umzingelt von konventionellen Lösungen in Neugraben oder in Neu Wulmstorf. Ich habe Zweifel, ob sich ein weiteres konventionelles Gebiet in dieser Region überhaupt noch vermarkten lässt." Von Andreas Göhring
Quelle: Hamburger Abendblatt
11.04.2007
Hier bauen sie den Bahntunnel

Der Fahrplan für den Umbau des Neu Wulmstorfer Bahnhofsquartiers steht: Behinderungen gibt's bis 2009. Bagger schlagen tiefe Schneisen ins Erdreich. Das neue Bahnhofsquartier in Neu Wulmstorf nimmt Gestalt an. Am Sonnabend, 14. April, beginnen die Arbeiten für das erste spektakuläre Bauvorhaben: den Gleistunnel, der voraussichtlich ab September 2008 den Bahnübergang in der Bahnhofstraße ersetzen wird. In den nächsten zwei Jahren wird das Bahnhofsumfeld eine Großbaustelle mit Eisenbahnbetrieb sein. In diesem Zeitraum werden eine neue S-Bahnhaltestelle, ein Busbahnhof (ZOB), ein Park & Ride-Platz und eben der Tunnel entstehen.
Mit Rammarbeiten für den Einbau von provisorischen Brücken an den nächsten drei Wochenenden wird der Tunnelbau eingeleitet. "Gleise werden herausgeschnitten und über das Loch Hilfsbrücken eingesetzt, über die dann die Züge fahren können", erklärt Helmut Beyermann aus dem Neu Wulmstorfer Bauamt. Im Anschluss daran folge der eigentliche Bau des Tunnels unter den Schienen.
An den Wochenenden 20. bis 23. sowie 27. bis 30. April zieht der Tunnelbau Einschränkungen für Bahngäste und Autofahrer nach sich. Der Übergang in der Bahnhofstraße wird dann jeweils von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 7 Uhr, gesperrt. Pkw werden über Buxtehude und die B 73 umgeleitet, Lkw werden großräumig über Neuenfelde geführt.
Bahngäste zwischen Neugraben und Buxtehude müssen an den Sonnabenden, 21. und 28. April, sowie Sonntag, 22. April, auf Busse umsteigen und mit längeren Fahrzeiten rechnen. Bahnreisende werden deshalb die direkten Anschlüsse in Neugraben nicht erreichen.
Gearbeitet wird auch nachts, sodass Anwohner mit Lärmbelästigungen rechnen müssen. Ingenieur Beyermann erwartet allerdings keinen Höllenlärm: "Da hält keiner mit dem Dampfhammer drauf. Die arbeiten mit modernen Geräten." Die Bauarbeiten wurden bewusst auf die Wochenenden gelegt, weil dann weniger Verkehrsbehinderungen erwartet werden.
Der Fahrplan für das Bahnhofsquartier sieht zurzeit so aus: Bau und Einschub des Brückenblocks bis Dezember 2007, Bau eines Fußgängertunnels bis August 2008, Neubau eines P & R-Platzes nördlich der Bahn von August bis Dezember 2007, Bau der Lärmschutzwände von Juni bis September 2008, Bau des ZOB von August bis Dezember 2008, Fertigstellung der Umgehungsstraße "B 3 neu" im März 2009. Von Thomas Sulzyc
Quelle: Hamburger Abendblatt
29.03.2007
Hunde müssen an die Leine
Hundehalter in Niedersachsen müssen ihre Tiere in der freien Landschaft während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli an der Leine führen. Darauf weist die Gemeinde Neu Wulmstorf hin.
02.03.2007
'Kartoffelkeller' wird umgebaut
Wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten bleibt der "Kartoffelkeller" im Neu Wulmstorfer Rathaus von Montag, 5., bis Donnerstag, 22. März, geschlossen. Unter neuem Namen wird das Restaurant am Freitag, 23. März, wieder eröffnet werden. Auch Öffnungszeiten und das Getränkeangebot werden sich mit dem neuen Namen ändern. Der Pächter bleibt: Die Gemeinde hat den Vertrag mit Jörg Hülß verlängert.
24.02.2007
Schönes Gymnasium - trotz Bau-Pannen

Landrat Joachim Bordt versprach bei der Einweihung, dass die Mängel in den Fachräumen und bei der Bühnentechnik schnell behoben werden. Die Entschuldigung von Landrat Joachim Bordt kam bei den Gästen gut an. Bordt hatte in seiner Rede zur offiziellen Eröffnung des neuen Gymnasiums Neu Wulmstorf eingeräumt, dem Landkreis sei es "unangenehm, dass die technischen Mängel in den naturwissenschaftlichen Räumen und bei der Bühnentechnik im Forum des Gymnasiums bis heute noch nicht behoben sind. Aber wir tun alles dafür, dass dem so schnell wie möglich abgeholfen wird".
Seit Januar wird in dem "architektonisch sehr klar und übersichtlich gestalteten Neubau", so Bordt weiter, bereits unterrichtet. Rund 750 Schüler sind bis jetzt aus der alten Schule nebenan in die neuen Räume umgezogen. Direktor Peter Lindemann: "Die Schüler der fünften und sechsten Klassen sind noch in der Hauptschule des Schulzentrums untergebracht. Sie werden aber folgen, sobald der zweite Bauabschnitt fertig ist. Dann werden hier rund 1200 Schüler unterrichtet."
Insgesamt investiert der Landkreis Harburg rund 17 Millionen Euro in die Erweiterung, Sanierung und Modernisierung des Neu Wulmstorfer Schulzentrums in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße. Möglich sind diese Investitionen trotz leerer Kreiskasse durch das Modell der öffentlich-privaten Finanzierung. Geldgeber ist die Deutsche Anlagen Leasing (DAL), und der Kreis zahlt den Neubau in Raten ab. Bordt: "Der Landkreis kleckert nicht, sondern er klotzt in Sachen Schulbau. Das zeigen die Zahlen. Bis 2010 werden 42 Millionen in den Schulbau im Landkreis fließen."
Wie berichtet, war der Neubau dringend notwendig geworden und in der Prioriätenliste des Kreises weit nach oben gerückt, weil das 35 Jahre alte Gymnasium aus allen Nähten platzte und die Schülerzahlen immer weiter anstiegen. Im Forum der neuen Schule wurde nun mit Gästen aus Politik, Lehrer- und Schülerschaft die feierliche Eröffnung begangen. Zu dem Gesamtprojekt Schulzentrum Neu Wulmstorf gehören auch die Sanierungen der Sporthallen und der Realschule. Von Rachel Wahba
Quelle: Hamburger Abendblatt
21.02.2007
Neu Wulmstorf hofft auf neuen Investor

Ein Hamburger Unternehmen mit 150 Mitarbeitern steht offenbar kurz vor der Entscheidung, seinen Firmensitz nach Neu Wulmstorf zu verlagern. Standort wäre das komplette geplante Gewerbegebiet nördlich der Bahn - das sind rund 20 Hektar. Das gaben Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf Rosenzweig (SPD) und SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Gudowius gestern in einem gemeinsamen Bilanz-Pressegespräch bekannt. Der Name des Unternehmens gilt noch als Geheimsache. Grund: Neu Wulmstorf konkurriert noch mit einem Standort in Hamburg. Die Verhandlungen sollen nicht gefährdet werden.
Vorteil Neu Wulmstorf: Das Unternehmen favorisiere den Standort wegen der unmittelbaren Nähe zur S-Bahn. Das Unternehmen, das im Geschäftsfeld Vertrieb tätig sein soll, benötige die gesamten 20 Hektar, um sich Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft zu sichern. Somit stehen zusätzliche Arbeitsplätze in Neu Wulmstorf in Aussicht. Die Sozialdemokraten begrüßen die Ansiedlung des Unternehmens - in dem Gewerbegebiet, das sie früher noch abgelehnt hatten. Uwe Gudowius räumte ein Umdenken ein.
Sorgen bereitet den Sozialdemokraten dagegen eine andere Entwicklung im Bahnhofsumfeld: Der geplante Gleistunnel wird für die Gemeinde teurer als erwartet: Mittlerweile soll der Eigenanteil bei 2,7 Millionen Euro angekommen sein - früher war von nur 800 000 Euro die Rede. Grund: In der Ära Schadwinkel seien Zuschüsse nur mündlich, aber nicht schriftlich vereinbart worden.
Quelle: Hamburger Abendblatt
17.02.2007
Gemeinde soll vorfinanzieren

Die Gemeinde Neu Wulmstorf soll die Planungskosten für den Bebauungsplan "Rübke West" vorfinanzieren. Das hat die Neu Wulmstorfer SPD beantragt. Der Plan ist Voraussetzung dafür, dass die Wohnhäuser entlang der A-26-Trasse eine Lärmschutzwand erhalten. Die betroffenen Grundstückseigentümer müssen 80 Prozent der Planungskosten tragen, die Gemeinde übernimmt die übrigen 20 Prozent.
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